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FREI SEIN

Der Körper ist mein Zuhause. Meine Burg, in der ich geschützt bin, mein Engel, der mir sagt was zu tun ist, mein Teufel, der den Schweinehund in mir nährt, mein Gerüst für das Leben, meine Behinderung zu dem Eintritt in überirdische Sphären, mein Auslöser für positive und negative Gedankengänge. Das heiligste was ich habe, doch macht er etwas schreckliches mit mir. Er schließt mich ein. Von oben bis unten, lässt nichts heraus und nichts herein. Was darunter schlummert kann ich nur vermuten, hoffen, verdrängen….

Ich bin eingeschlossen, ohne Schloss, ohne Eisen… es ist einerseits Schutz die diese Haut mir schenkt. Sie schützt mich vor dem Bösen, das in mich eindringen will, den Blutsaugern, die sich an mich hängen und restlos alles aussaugen. Doch andererseits schließt er mich ein. Ich kann nicht vor, nicht zurück, nicht rein, nicht raus… Was passiert wenn ich eines Tages heraus komme?! Ist es der Tod, der die Haut öffnet, ist es eine Erkenntnis, die mich austreten lässt oder nur ein Zufall, der das bewirkt.

Ich habe mir ein Kleid angelegt um dieses Gefängnis zu einem schöneren Ort zu machen. Das Leben mit ein bisschen Glück versehen. Doch es ist kurz. Und trotz der Kürze hält es uns am Leben. Umso mehr muss es genossen werden.

Aber es drückt von Außen. Mir wird die Luft genommen. Ich werde eingeschnürt.
Ich habe keinen Platz zum Atmen.
Es schnürt ein, es schneidet, es tut weh.
Zwänge, Moralvorstellungen, Gefühle, Entscheidungen, Abschiede, Neuerungen, Gesetze, Suche, Fragen, Antworten,….

Eine Flut von Empfindungen, die einschnüren. Sie kommen von Außen, es ist nicht unser Körper der uns dieses harte Eisen aufgelegt hat. Ein Anderer, Unbekannter, Unsichtbarer. Ein Phantom, das wir nicht kennen, nicht die Ausmaße sehen und nicht wissen wie es zu stoppen ist. Wie der Knoten geschnürt ist.

Ausbrechen!

Sexuelle Reife          vs.       Spielerische Kindlichkeit
Feinheit                     vs.       Rauheit
Freiheit                      vs.       Eingeschlossenheit
Zukunft                      vs.       Vergangenheit
Glück                          vs.       Unglück
Freiheit                       vs.       Unterdrückung

Ausbrechen aus den Lasten, die den Körper zerdrücken. Sie behindern uns im Denken, Handeln und Fühlen. Die Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Der erste Schritt den Knoten zu lösen, die Fesseln abzulegen, Luft zu schnappen und Frei sein.

Einfach nur Frei sein….

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brandnew: Premiere des Dance reMix  1989 for 2009  von Kirsten Lilli!

Mittwoch, 18.11.2009 bei der Roten Sonne-Soli Party!

Der hochaktuelle Text des Aufrufes vom Neuen Forum vom 09. September 1989, einer maßgeblichen Stimme des Volkes, die zum Mauerfall führte, hier reMixed zu Elektro for Dance  – Tracks von Jennifer Cardini neu reMixed von Kirsten Lilli. Todeszone zum Lebensraum ist für Kirsten Lilli der gemeinsame inhaltliche Nenner des friedlichen brügerschaftlichen Engagements von damals, und dem Engagement, das wir heute angesichts des Klimawandels für Freiheit & Gleicheit & Umweltschutz, auch für den Fall der neuen Mauern zwischen den Klimazonen brauchen…
Daher hat Kirsten Lilli ihr künstlerisches Großprojekt der Installation der UTopic Wall of Transformation unter das Motto Vom Denkmal zum Handelmal gestellt, das als Rauminstallation noch bis zum 25.11.09 in der Pasinger Fabrik in der Gruppenausstellung Im Zeichen der Wende ausgestellt ist, und anläßlich des 9. November diesen neuen musikalischen reMix gemacht.

Textiles Zeichen FREI
Video von Kirsten Lilli © 2009
„weil sich die Welt seit 1989 nicht so verändert hat, wie ich es hoffte, überwinde ich mich, und fange selbst damit an…“
Gewidmet den mutigen Frauen der ersten Frauenbewegung in Europa, denen wir die Wahlfreiheit verdanken, nicht zuletzt tagtäglich die, von Hose oder Rock, Hut, Kopftuch oder offenen Haaren.

 An der „Wand voll Kunst“:
GEZEICHNET
9er Serie von Kirsten Lilli © 2009
im Format 10×10, Print auf Leinwand,
Rauchzeichen, existentiell textil ohne Textil, zur Frage nach den Schönheitsidealen

-> zu sehen vom 20.11.-29.11.2009 in der Ausstellung Aufstand der textilen Zeichen

über Kirsten Lilli, Rauchzeichen: passionstories & Realutopien
visuelle & konzeptuelle künstlerische Arbeiten mit Film, Fotografie, Installation, Architektur und Neuen Medien in größeren Themenkomplexen. Mit ihrem speziellen Prozess des wiederholten Abschreibens mit einem neuen Medium, eröffnet Kirsten Lilli sowohl vernetzte komplexe Zusammenhänge als auch Zwischenräume – fein wie Rauch. Rauchzeichen, die formal das kommmunizieren, was nur jenseits von Worten kommuniziert werden kann, und inhaltlich das, was dringend kommuniziert werden will. Denn inhaltlich verbindet ihre Arbeiten der realutopische Ansatz. Von der sozialkritischen Betrachtung aus, führt sie in ihrer Arbeit zu philosophischen Grundüberlegungen, die als Basis ihres jeweiligen Experiments dienen. In dessen Mittelpunkt steht dann jedoch das Atmosphärische des individuellen subjektiven Erlebens.

Weitere aktuelle Ausstellungen:
Bis 25.11.09 steht in der Pasinger Fabrik noch die Rauminstallation ihrer UTopic Wall of Transformation in der Ausstellung Im Zeichen der Wende, und ab 26.11. Icons: cool & fragile in der Kunstbehandlung. Im September war ihre Einzelausstellung in der galerieGEDOKmuc zu sehen.

www.kirsten-lilli.de

 

„O brother, where art thou?“
Text-Näh-Sound-Performance am laufenden Band mit den Gebrüdern Schreib- und Nähmaschine.
Von Raquel Rodriguez Izquierdo und Stephanie Müller
Am Samstag, 21. 11. 2009, 15.30 Uhr, in der Färberei – Dauer ca. 15 Min.

Raquel Rodriguez Izquierdo betreibt im Haus 49 auf dem Münchner Domagkgelände eine Tiefdruckwerkstatt. Bei Interesse hat man dort die Möglichkeit, gegen einen geringen Unkostenbeitrag an einem Workshop teil zu nehmen. Workshoptermine können mit Raquel per Email (siesta135@hotmail.com) vereinbart werden.

 

icon_diktatur „Vickys Haarbürste (6)“
Holz und Haare, 2001
www.katrin-buchzik.de

„o.T.“ – diverse Zeichnungen auf Papier

Studium an den Kunstakademien in München und Helsinki bei den Professoren Berger, M&M und Joseph Kosuth.

Von 2000 bis 2005 organisierte und kuratierte er die Veranstaltung „Open Mic“ in den Domagkateliers, München. Glatz leitet das „Archiv für Gebrauchs- und Benutztexte“ und arbeitet als Autor, Zeichner, Fotograf und Hörspielautor. Veröffentlichungen: „Kneipenphilosophien“ (2002, Libelle Verlag), „Der dicke Koch hat frei und fährt mit dem Rad zum Teich“ (Black Ink Verlag, München)

www.naturtalente.de

www.sub-bavaria.de/wiki/thomas_glatz

 

 

*1981
Studium 2001-09 an der AKademie der bildenden Künste bei Prof. Sauerbruch und Dillemuth

„Veronika“ – Kurzfilm, 2min51sec, 2003/2009

Der Poet, Otto Licht,
Hält es jetzt für seine Pflicht,
Er schreibt dieses Gedicht: Veronika der Lenz ist da…
Eine Frau strickt den Lenz… Auf dem Video ist ein Stilleben inszeniert, eine altgewordene Frau strickt, sitzend am Tisch, die Uhr im Hintergrund rast, eine Stunde wird zu ein paar Minuten, ein ehemaliger Schweinegrillmotor wurde in der Tischplatte installiert, auf ihm eine Spindel, die das Gestrickte wieder von hinten aufwickelt. Musikalische Untermalung: Veronika der Lenz ist da,…, Mädchen lacht, Jüngling spricht, Fräulein, wolln Sie oder nicht.

gornes@gmx.net

 

„Sonic Space Suits“ – Mixed Media, 2009

Beim „Aufstand der textilen Zeichen“ in der Färberei installieren Barbara Herold und Kat Petroschkat ihre glamourösen Prêt-à-porter-Instrumente, die auf Berührung reagieren und Schaltkreise und Software ansteuern.

„Labor45 live! feat.Käthe und Bärbel in Sonic Space Suits“ – Elektro-Noise-Performance, 18. November 2009, 22 Uhr, Rote Sonne
In berührungssensitiven Synthesizer-Kleidchen werden Käthe und Bärbel mit Haut und Haaren Teil der oszillierenden Schaltkreise. Auf der Expedition durch das elektroakustische Universum suchen sie Schwebungen und Überlagerungen und zähmen selbst garstige Sinuswellen zu Fahrstuhlmusik. Begleitet von Niel Mitra (FX) und Wolf Steiling (Percussion).

Labor 45
Das Labor 45 (Niel Mitra, Kat Petroschkat, Wolf Steiling und Barbara Herold), gegründet 2007, untersucht spielerisch die Steuerungsmöglichkeiten und Schnittstellen der analogen und digitalen Welt. Neben der Arbeit an digitalen Steuerplänen (Patches) für interaktive Installationen und sensoren-gesteuerte Performances, betreibt das LABOR 45 Klangforschung mit simplen elektronischen Schaltkreisen, wie Schmitt-Trigger-Oszillatoren und Solar-Modulen.

www.labor45.net

http://katstolencandy.net

http://barbaraherold.net

„Stahlfrei – Edelrost: Ein Versuch über ernst Gemeintes“ – Video, 2009

Ich glaube nicht, dass es den freien Willen gibt. So wusste schließlich erkennbar niemand ob je Einer starb, aber zu wissen glaubte es Jeder. Andererseits trauerte auch Keiner, denn alle Einer waren lediglich ein Bild. So schlief ich jede Nacht ganz ruhig und dies sei letztendlich gerecht. Die gesellschaftspolitische Aufgabe unserer Generation ist die Demokratisierung des Geldsystems. Ich setze alle meine Hoffnungen in die Aufklärung, nur diese kann uns von Dummheit befreien und die Probleme der Menschheit lösen. Als ebenfalls attraktive Alternative denkbar und vielleicht auch leichter durchführbar, ist der verschwenderische Umgang mit Dummheit, da dieser ebenfalls zu einem Idealzustand der menschlichen Spezies führen kann: Zur Auslöschung. Schöne Dinge sind schön. Wahre Dinge sind wahr. Gute Dinge sind gut. Satz A: Möchte immer noch etwas (organisches) bauen, was nicht zusammenfällt. Satz B: Ich bin ein Fisch und ich kann nicht ohne Meer sein. Satz C: Schon schade auch, wäre gerne Tennisprofi geworden. Begriffslose Kommunikationisten erfinden feige Geschenke als Ausrede gescheiterter Phantasmen. Nieder mit dem Hier und Jetzt! Hier kommt die Flucht!“ (Mira Mann, 2009)

Die Münchner Tänzerin (Royal Acadamy of Dance London) und Musikerin (Candelilla) Mira Mann studiert seit 2005 Neuere deutsche Literatur, Theaterwissenschaften und Mediävistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
mira_mann@yahoo.de
www.candelilla.de

Die Marburger Politikwissenschaftlerin lebt und arbeitet derzeit in Dresden. Ihr Modekunstprojekt hat Kristina Krömer erst kürzlich ins Leben gerufen. Ihrem Konzept von „Stoffmassaker“ liegt die Idee zugrunde, im Sinne der Performanz, also des sozialen Handelns durch Darstellung, an einer Veränderung der normativen Wahrnehmung und Zuordnung von Menschen in und durch Mode mitwirken zu können.

Ausgangs- und Angriffspunkt sind die in Mode enthaltenen Trennungen: Die Trennung zwischen den Geschlechtern und ihre Einteilung in männlich und weiblich. Die in Mode zum Ausdruck kommende Unterscheidung zwischen dem gesellschaftlichen Oben und dem gesellschaftlich Unten. Der konstruierte Unterschied zwischen dem Schönen und dem Hässlichen. Die über Mode visualisierten kulturellen und politischen Grenzen zwischen dem Wir und den Anderen.

Das Stoffmassaker mischt die Karten der in Mode enthaltenen Zeichen und setzt sie neu zusammen. Kleidung, die zum Beispiel einer konkreten sozialen Strata zugeordnet wird – wie der Blaumann, der mit dreckiger und schwerer Arbeit assoziiert wird und das klassische Kleidungsstück des Proletariats darstellt – wird mit anderen modischen Elementen kombiniert, beispielsweise mit feinen, teuren Stoffen, die in einer anderen gesellschaftlichen Schicht zu verorten sind. Aus diesem Transformationsprozess gehen dekontextualisierte Kleidungsstücke hervor, die sich jenseits des Systems gesellschaftlicher Klassen bewegen.

Die Stoffe, die dafür verwendet werden tragen bereits eine Geschichte in sich. Es sind alte Kleidungsstücke, die durch ihre Besitzer_innen geprägt wurden. Stoffmassaker lädt ein, die eklektische Verbindung von Kleidungsstücken im Bewusstsein ihrer Vergangenheit und ihrer Aussagekraft neu- und weiterzuschreiben – jenseits von gesellschaftlichen Zwängen und Vorgaben, die das Geschlecht, die Ethnie, die Klasse und/oder das Schönheitsideal betreffen. Am besten jeden Tag!

„Robherta“ – Bricolage aus Kleidungsstücken, 2009
Roberts Latzhose in rosé geht eine Liebesbeziehung voller Abneigung zu Hertas Abendkleid aus den polyesterlastigen 70ern ein und bildet eine farblich explosive Mischung aus Catsuit und Tütü. Anwendungsvorschlag: Trägt sich hervorragend zum Blumen umtopfen.

„Spitzlatz, der“ – Bricolage aus Kleidungsstücken, 2009
Eine neue Bekleidungsform aus dem unverbrauchten, aber emotional vernachlässigten Blaumann von Heinz Alfred und Tante Talitas kellerbeheimateter Spitze. Einsatz: Nicht empfehlenswert zu Gartenarbeit, ideal dagegen beim Einkauf von Obst und Milchprodukten.

„pluderichter Hosenteuffel“ – Bricolage aus Kleidungsstücken
Hommage an die ersten ‚pluderichten Hosenteuffel’ um 1555. Königliche Garderobe von Karl V. und seinen Kollegen. Verkleidet in Seidenpaisley und einer Metzgerjacke aus einer DDR-Schlachterei in Dresden – praktisch mit Schamkapsel zur traditionellen Aufbewahrung von „Geldbörsen und Orangen“. Im Geiste und durch Knopf mit dem nördlich gelegenen Weste-Bikini-Kombinat verbunden. Trageoption: Als klassisches Büro-Outfit.

„Sue°veräna, Grösse = Absperrung…. Lass dich nicht aussperren!“ – Mütze, gehäkelt aus Wäscheleine, 2009

„Der Grundgedanke der Mütze besteht darin, den seit langem herrschenden Größenwahn in der Modebranche zu kritisieren. Zu oft steht beim Thema Kleidung die Konfektionsgröße sehr im Mittelpunkt und wird stark darauf reduziert. Die übergroße Mütze soll mit ihrem rot-weißen Absperrband, das variabel fest gezogen oder locker gebunden werden kann, die Grenzen der Konfektionsgrößen verdeutlichen. Wir werden einfach aus den Klamotten „ausgesperrt“, wenn wir nicht der gängigen Größe entsprechen.

Das Patch „All Size“ soll als Gegensatz zu den ONE SIZED Klamotten stehen und zeigen, dass diese Mütze durch das Absperrband jedem passend gemacht werden kann. Dadurch hat sie keine vorgefertigte, bestimmte Größe mehr und der Sinn der eigentlichen Kleidergrößen geht verloren. Das Material aus dem ich die Mütze gehäkelt und anschließend mit Wolle verknotet habe, ist Wäscheleine. Da ich in meiner Freizeit sehr viel stricke, häkle und nähe, war es für mich naheliegend diese Mütze zu häkeln.

Inzwischen verkaufe ich meine kurzzeitig angesammelten Übermengen an Täschchen, Mützen, Fliegen oder immer wieder neuen Dingen in einzelnen Geschäftchen. Und gerade jetzt im Winter ist wieder viel Zeit zum stricken.

Wenn du also Fragen, Bestellungen oder extra Wünsche hast, schick einfach eine Mail an: Sue.veraena@googlemail.com

Ich freue mich über jede Masche!“ (Verena Berghof, 2009)

Vielen Dank an unsere Förderer & Partner!

20. – 29. November 2009

Soli-Party am 18.11.2009!

Soli-Party am 18.11.2009!
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