You are currently browsing the category archive for the ‘Das Programm’ category.

„Gabelfrühstück mit Musik“
29. November 2009, ab 12.00 Uhr, „Die Färberei“
Eine Veranstaltung von „Ladyfest“ München

Das Anliegen von Ladyfest ist es, die patriarchal-männliche Dominanz in Musik und Kultur zu brechen, indem ein öffentlicher Raum für queere, transgender und feministische Kultur geschaffen wird. Gleichzeitig soll mit dem DIY-Ansatz (do it yourself) die Hierarchisierung in Kulturschaffende und Kulturkonsumierende in Frage gestellt werden.

Ladyfest versteht sich in der Tradition der Riot Grrrl-Bewegung, die diesen Ansatz aus dem Punk entnommen hat. Das erste Ladyfest in München fand vom 25. – 27. Januar 2008 in der Glockenbachwerkstatt statt. Für 2010 ist die Fortsetzung geplant.

Am Sonntag, den 29. November bietet das Orga-Team des Ladyfestes München einen leckeren Brunch in der Färberei. Für Live-Musik sorgen „Quadrapong“. Die Solieinnahmen für den Brunch kommen dem Ladyfest München 2010 zu Gute.

www.ladyfestmuenchen.org

Advertisements

Kaffee & Filmnachmittag

Handmade Nation, The Rise of DIY, Art, Craft, and Design
*A Documentary By Faythe Levine*

Beginn des Dokumentarfilms ist um 17.00 Uhr.
Davor gibt es Leckeres zu Essen und zu Trinken in der Infusionshalle in der Färberei, ab 14.00 Uhr
Im Anschluss, ca. um 18.00 Uhr, machen wir ein Live-Interview mit der Regisseurin Faythe Levine via Skype!

Eindrücke vom Mini-Beisspony-Konzert um 16 Uhr // Infusionshalle // Ausstellungsansichten  // Fotos: Keiko

Lesungen & Kurzfilme & Tanzperformance
Einlass ab 19.00 Uhr

Der Write Club gibt sich ein (aller) letztes Mal die Ehre! Die Autoren Sebastian Wolf, Theres Lehn und Michael Scholz widmen sich in ihren Texten dem Thema „Aufstand der textilen Zeichen“.

Justine Maxelon und Laura Theis zeigen ihre Performance-Collage:
„Schönes neues Selbst. Ein Tanzwortmusikfragment ohne Antwort“

Danach zeigen wir Euch in im Kurz-Kurzfilmfest:

Von der Rolle. Ein Film von Lena Kubowitsch, Wiebke Puls, Anna Sagalovskaya und Janina Wildgruber
Der Beruf des Schauspielers ist für viele faszinierend. Doch was und vor allem wer steckt eigentlich dahinter? Was macht das Theater mit den Menschen, die sich Abend für Abend immer wieder neuen Charakteren zur Verfügung stellen? Wie geht der Schauspieler mit seinen Rollen um? Wie nähert er sich ihnen an und gelingt es wirklich immer die eigene Identität auf der Bühne abzulegen? Der Dokumentarfilm „Von der Rolle“ veranschaulicht diese Schnittstelle zwischen Privatperson und Rolle, Darsteller und Publikum, Realität und Illusion. Die Schauspielerin Wiebke Puls gewährt uns einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und geht dabei der Frage nach, wo der Schauspieler endet und die Figur beginnt.
Nach einer Idee von: Lena Kubowitsch, Wiebke Puls, Anna Sagalovskaya, Janina Wildgruber

Wertstoff. Ein Film von Pauline Rönneberg
Die Studentin der HFF zeigt eine Dokumentation über die „Halle 2“, das Gebrauchwarenkaufhaus des Abfallswirtschaftsbetriebs München. Deutschland 2008. Länge: 8 min. Wann ist ein Gegenstand wertlos, was hat er erlebt? Wie ein mordbehafteter Hamsterkäfig und andere Dinge versuchen, ein neues Zuhause zu finden…

Amnesia. Ein Film von Anja Bruzinski
sowie div. Musikvideos

 hinterBlicken. Ein Doklumentarfilm von Jennifer Ahl (2007)
„hinterBlicken liegt mir besonders am Herzen. Über den bloßen Abbildcharakter hinaus, zeigt dieser Film, zu was bewegte Bilder fähig sind. Das Exposé habe ich aus einem bloßen Gefühl heraus geschrieben, dessen Wesen wir bis zum Schluss verfolgten. Die wesentlichen Aspekte von hinterBlicken sind Mehrdeutigkeit, Rhythmus und Mimik. Das Spiel der Protagonistin ist dabei die Projektionsfläche für den Zuschauer – nicht mehr und nicht weniger.“ (Jennifer Ahl)

Crafting Stüberl, Work & Tomboy

Ein Hörspielabend mit Aktion!
Lauscht den  Hörspielen „Tomboy“ und „Work“ von den Autoren Thomas Meinecke und Move D und  – wer Lust hat – beschäftigt dazu noch die Hände.
Ab 19.00 Uhr

‚Tomboy‘
Komposition: David Moufang
Mitwirkende: Thomas Meinecke, Move D und Karl Berger (Vibraphone)
Produktion: BR 1998
Um was gehts?
Thomas Meinecke stellt in seinem Hörspiel ‘Tomboy’ die Frage, ob denn die Aufspaltung der Geschlechter in Männer und Frauen wirklich so eindeutig ist, wie zumeist angenommen wird. Wie werde ich Frau? Wie werde ich Mann? Ist ‘Tomboy’, ein amerikanischer Ausdruck für ein burschikoses Mädchen, ein Schimpfwort oder ein Lob? Kann Luis Trenker lesbisch sein? Meinecke spürt den Irr- und Umwegen nach, wie die Geschlechterzugehörigkeit oder sexuelle Identität entsteht, wie sie von kulturellen Maßgaben geprägt wird und wie die Personen sie annehmen. Wird ein Mann zu einer Frau durch eine Operation oder durch die pure Behauptung, eine Frau zu sein? In ‘Tomboy’ werden einerseits neuere Schriften des Feminismus rezipiert, andererseits geht der Blick zurück bis zum Frauenfeind Weininger und Kirchenmann Augustinus. Es geht um die gesellschaftliche Situation der Frau, um Crossgender, male femaling, Transvestiten, den imaginären Phallus – und was an virulenten Diskursen so noch durch die feministische Fachliteratur geistert und zu einiger Verwirrung in der traditionellen Philosophie beigetragen hat. Und in ‘Tomboy’ sind die Bücher ebenso wichtig wie die Anekdoten über ihre Autorinnen und Autoren. Meinecke macht den philosophischen Klatsch literaturfähig. In ‘Tomboy’ wird der Umgang mit der Theorie zu einer Art Tagebuch, denn auch schon die Theorie hat davon erzählt, wie sich das Geschlecht der Autorinnen und Autoren gebildet hat, jedes Ich hat ein anderes ausgeschlossen. Die Empfindungen lehnen sich an die Theorien der gender studies an, die über die Geschlechtlichkeit jenseits der Biologie nachdenkt, aber nie wird die Erzählung zu einem bloßen Abziehbild der Wissenschaft. Die Theorie eröffnet Wege, sich abseits gesellschaftlicher Konventionen ein Geschlecht zumindest zu denken und – in seltenen Fällen – es sogar auszuprobieren. So gelingt es Meinecke, das Unbehagen mit dem Geschlecht bei Männern und Frauen jenseits der Pubertät zu behandeln. “Wer bin ich?” weitet sich zu “Was bin ich?”. Eine Figur sagt einmal vor dem Spiegel: “Das ist ich”.

 workWORK‘ von Thomas Meinecke und Move D
Mitwirkende: Eric D. Clark, Thomas Meinecke, Move D
Produktion: BR 2009
Um was gehts?
Bereits in den 1920er Jahren konnte man in den USA eine etymologische Vermischung der Sphären Arbeit und Liebe wahrnehmen, als nämlich sogenannte working girls (junge, berufstätige Frauen, meistens Angestellte in Büros, die kurze Kleider trugen, noch kürzere Haare, und in der Öffentlichkeit rauchten) nicht nur den ersten breiten, unübersehbaren Schwung mit bislang unbekannter Souveränität über ihre Sexualität verfügender Frauen (mehr als nur soziologisch) markierten, sondern im gemeinen Umgangston konnte working girl stets auch eine Prostituierte bedeuten. Im subkulturellen Jive bildete sich die Silbe work zunehmend zu einer Vokabel für selbstbestimmte, nicht selten sexuell dissidente Aktivitäten aus, bis sie in der überwiegend queeren, zumeist lateinamerikanischen Subkultur der (von Judith Butler und Madonna glorifizierten) voguenden Ballsäle Spanish Harlems zu einem zentralen Terminus wurde. You Better Work hieß der Refrain des Superhits Supermodel der drag queen RuPaul, und das war wirklich nicht als Aufruf zur Arbeitsmoral der white anglo-saxon protestant (WASP) society der USA gemeint (der dazugehörige Videoclip wurde in New Yorks für seine schrägen Bordsteinschwalben berüchtigtem meat-packing district gedreht). Die Underground House Music New Yorks, Chicagos Booty Bass oder Detroits Ghetto-Tech nutzt die Vokabel bis heute im Kontext kaum verhohlener sexueller Metaphern (work my body over), die hier aber, zumal oft sehr dialektisch bipolar kodiert, nicht dem (handels)üblichen Sexismus dienen, sondern (im Dreieck der Diffamierungen race, class and gender) kritisches Potential entfalten. David Moufang und Thomas Meinecke haben sich durch das Repertoire dieser aufregenden Musik ge-arbeitet und aus unzähligen Samples, gepaart mit Aussagen einschlägig Involvierter (dance veterans, drag queens, DJs), auch ihren eigenen Stimmen und Instrumenten, einen hypnotischen Mix produziert. Andere Räume, andere Stimmen.

Beide Hörspiele sind bei intermedium rec. erschienen:
http://www.intermedium-rec.com/recordsd/cd043.html
http://www.intermedium-rec.com/recordsd/cd004.html

Theorie & Praxis & Performance

Die Ausstellung ist ab 14.00 Uhr geöffnet.

ca. 15.30 Uhr, ca. 15 Min.: „O brother, where art thou?“
Text-Näh-Sound-Performance am laufenden Band mit den Gebrüdern Schreib- und Nähmaschine von und mit Raquel Rodriguez Izquierdo und Stephanie Müller


ab 16:30 Uhr, Infusionshalle
Eine Diskussionsrunde lässt die TeilnehmerInnen tiefer in die Ausstellungsthematik eintauchen.

„…mehr als ein Aufstand der textilen Zeichen! Politische Praxis & symbolische Politik“
Ein Vortrag von Prof. Dr. Elke Gaugele
Anhand historischer Positionen aus den Schriften der ersten Frauenbewegung gibt Prof. Dr. Elke Gaugele, Professur für Moden und Styles am Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der Bildenden Künste Wien, äußerst praxisnah Einblick in die feministische Neubewertung von Handarbeit.

„Von Ariadne zu Alice im Wunderland“
Ein Vortrag von Prof. Dr. Verena Kuni
Ausgehend von radikalen Stick- und Strickaktionen führt Prof. Dr. Verena Kuni, Professur für Visuelle Kultur am Institut für Kunstpädagogik der Goethe-Universität Frankfurt am Main, in die Welt textiler Zeichen im öffentlichen Raum ein. Bei Interesse können die BesucherInnen im Anschluß an die Diskussionsrunde an einer psychogeographischen Stadterkundung teilnehmen, bei der sie mit Mikroobjekten und Navigationswerkzeugen Zeichen setzen können.

Julia Jäckel, die zusammen mit Zara Pfeiffer den queer-feministischen Blog Simulationen des Selbst betreibt, bringt die Theorie „Auf die Coach“ und gibt Einblick in ihren Ausstellungsbeitrag.

Die BesucherInnen haben Gelegenheit, sich in die Diskussion einzubringen und Fragen aufzuwerfen.

Eindrücke von Prof. Dr. Verena Kunis Vortrag

Ausflug zu Christina Pavlics Parkbank:

Eröffnung der Ausstellung „Aufstand der textilen Zeichen“

Sprechende Kleider rufen den „Aufstand der textilen Zeichen“ aus!


Jennifer Ahl, Anne Niggebaum und Josef Hadzelek spielen ein Theaterfragment auf Trampolin, Stepper und Trimm-Dich-Rad. Die Szene „Liebe deinen Traum“ stammt aus der Inszenierung „Generation Praktikum“ von Anne Niggebaum, Jennifer Ahl und Christopher Vorwerk. Mehr Infos hier.

  

Keiko Saile lässt sich in ihrem Performancestück „Maske“ mit Schokolade überziehen. 

Lisa Erb installiert sich inmitten der laufenden Ausstellung und arbeitet in Echtzeit sowohl an der Konzeption als auch der Produktion von T-Shirts aus der Kollektion ihres der revolution* gewidmeten Labels: new conceptions for the 3. millenium.u.v.m.

Bilder der Eröffnung

 

 

aufstandUnter dem Titel „Aufstand der textilen Zeichen- ein künstlerisch-subversives Experiment mit Netzwerkcharakter“ wurde das Kunstprojekt von Stephanie Müller 2008 ins Leben gerufen – die Ergebnisse wurden in der Galerie „Die Färberei“ in München ausgestellt: Vom 20. – 29. November 2009 in der Galerie Die Färberei, Claude-Lorrain-Str. 25/RGB, München

WIR BEDANKEN UNS SEHR BEI ALLEN BESUCHERN, AKTIVEN KÜNSTLERN UND HELFERN FÜR DIE GELUNGENE AUSSTELLUNG! ES WAR WUNDERBAR!

image3

Bildergalerien & Nachlese & Programmhöhepunkte


image1Das Programm umfasste neben der Kunstausstellung auch Vorträge, Diskussionsrunden, Lesungen, Tanz- und Mode-Performances und Konzerte. Ca. 50 KünsterInnen haben ihre Werke vorgestellt. Bei der Aktion Eine Wand voll Kunst! konnte jeder mitmachen. Möbel, Kunst & Kaffee: Zum leckeren Essen und Trinken haben wir ins die Infusionshalle“ eingeladen!

image2

Programmübersicht

Freitag, 20.11.09

Eröffnung der Ausstellung

Samstag, 21.10.09

Theorie & Praxis & Performance

Sonntag, 22.11.09

Film &  Kaffee: Handmade Nation – Ein Dokumentarfilm von Faythe Levine

Donnerstag, 26.11.09

Crafting-Stüberl & Hörspielabend mit „Work“ und „Tomboy“ von Thomas Meinecke & Move D

Freitag, 27.11.09

Write Club Lesung, Kurzfilme & Tanzperformance

Samstag, 28.11.09

Nähworkshop mit Stephanie Müller

Sonntag, 29.11.09

 Ladyfest Brunch mit Konzert von Quadrapong

Vielen Dank an unsere Förderer & Partner!

20. – 29. November 2009

Soli-Party am 18.11.2009!

Soli-Party am 18.11.2009!
Advertisements