binichschoen„Aufstand der textilen Zeichen”
Ein künstlerisch-subversives Experiment mit Netzwerkcharakter
von Stephanie Müller

„Typical girls/ Don’t create/ Don’t rebel/ Typical girls/ Worry about spots, and fat, and natural smells/ Typical girls/ Can’t decide what clothes to wear/ Who invented typical girls?/ Who is putting out the new, improved model?” (The slits, “Typical Girls”, 1979)

Traditionellen Hand- und Näharbeiten haftet bis heute das Stigma harmloser Ausbesserungs- und lieblicher Zierarbeiten an. Denn lange Zeit wurde die Kunstfertigkeit des Nähens, Strickens und Häkelns zur Erziehung der Frau nach den Vorgaben konservativ geprägter Machtstrukturen instrumentalisiert. Frauen sollten sich demnach auf den häuslichen Bereich konzentrieren und neben der täglichen Hausarbeit für die Herstellung und Pflege von Kleidung und Gebrauchsgegenständen sorgen. Dabei stand nicht der kreativ künstlerische Einsatz von Nadel und Faden im Vordergrund, sondern das routinierte Erledigen patriarchal verordneter Pflichten. weiterlesen…

Im Kontext von Radical Crafting und Modeaktivismus setzt Stephanie Müllers Idee „Aufstand der textilen Zeichen“ an.  Ausgangspunkt ist ein Gruppenexperiment, das im Mai 2008 startete und nun in Form einer Vernetzungsaktion fortgeführt wird. Stephanie Müller hat jungen Frauen aus München, die mit Radical Crafting und Modeaktivismus bislang nur am Rande in Berührung gekommen waren, Gelegenheit gegeben, ihren eigenen Modekonsum sowie medial vermittelte Schönheitsideale in Bezug auf ihren jeweiligen soziokulturellen Hintergrund kritisch zu hinterfragen. weiterlesen…

pcDer Ausgangspunkt

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