Perlenkette für einen Baum
Vierteilige Fotoarbeit, je 30 x 40 cm, 2004 – 2009
3 Baumstämme mit Perlenketten aus Kunststoff und Hämatit, 2004 -2009
Perlenkette für einen Baum
Kunststoff am Baum, 2009
Anstatt einen Menschen zu schmücken, spannt sich eine auf einem dünnen Drahtseil aufgefädelte Perlenkette fest um einen schlanken Baumstamm. Die Perlen erfüllen hier eine entsprechende Funktion des Schmückens, wie bei einer Frau. Doch das Wachstum des Baumes und das damit verbundene Dickerwerden des Stammes fürt zu einer beengenden Einschnürung in der Rinde. In diesem Prozess wird die Kette langsam überwuchert und irgendwann völlig verschluckt.
Anprobe
Videoarbeit, 2008
Eine Frau lässt sich Schmuckketten anlegen, wobei die Ketten nicht wieder ausgezogen werden. Um ihren Hals baut sich langsam ein Wall aus immer größer und schwerer werdenden Ketten auf, bis sie schließlich unter deren Last zusammenbricht.
Gisbert Stach über seine künstlerische Arbeit:
„Als Ausgangspunkt meiner Arbeit verwende ich industriell gefertigte Schmuckstücke. Diese setze ich in einen neuen Kontext, indem ich z.B. ein Stück in erhitztem Asphalt versinken lasse. Gleich einem paläontologischen Relikt lege ich das verborgene Objekt Schicht für Schicht durch Abschleifen wieder frei. Je nach Vorgehensweise bildet der Schnitt durch das Material ein neues überraschendes Bild. Dem Thema „Schmuck“ nähere ich mich auch mit den Medien Fotografie, Video und Performance an.“
Vita
Geb. 1963 in Freiburg i. Breisgau. Ausbildung zum Silberschmied, Studium an der Fachhochschule für Kunst und Design, Köln, und der Akademie der Bildenden Künste, München. 1996 Diplom. 15th International Silverart Competition. Galeria Sztuki, Legnica, Polen: Grand Prix 2006.
Videoarbeiten: Aus der Sicht eines Ringes 1993 | Untergang 2002 | Transformation 2006 | Anprobe 2008
Filmscreenings: Underdox 02, Dokument und Experiment, Filmfestival, München 2007 / filmzeitkaufbeuren, Kaufbeuren 2008 / plattform: (no budget) # 6, Unabhängiges Medienfestival Tübingen, Tübingen 2008 / Cinema Jove, 23th International Film Festival,15th International Short Film Market, Valencia, Spanien 2008
Ausstellungen: Gioielli di Gisbert Stach. Officina PD 362, Padua, Italien 1998 | Embedded Jewellery. Galerie V&V, Wien, Österreich 2003 | Meilensteine. Gästekasino, Versicherungskammer Bayern, München 2004
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
Kunst hautnah. Künstlerhaus, Wien, Österreich 2000 | Mikromegas. Galerie für angewandte Kunst, München; American Craft Museum, New York, USA; Musée de l’horlogerie et de l’émaillerie, Genf, Schweiz u.a. (Wanderausst. bis 2004) 2001 | lovely. Kunstverein Kohlenhof, Nürnberg 2002 | Museumsshop. Galerie Katia Rid, München 2002 | Danner-Preis 2005. Bayerisches Nationalmuseum, München 2005 | Skandal! 15th International Silverart Competition. Galeria Sztuki, Legnica, Polen 2006 | Des Wahnsinns fette Beute. Neue Sammlung, Pinakothek der Moderne, München 2008 | Der katholische Faktor. Städtische Galerie „Leerer Beutel“, Regensburg 2009 | Belief unlimited. Platporm3 und Theatiner Kirche, München 2009
Symposien: 30. Schmucksymposium Zimmerhof, Bad Rappenau 1997 | 16th International Jewellery Symposium, Museum of Bohemian Paradise Turnov, Tschechische Republik 2004 | VI Travelling Symposium und Sperk Stret ’08, Academy of Fine Arts and Design, Bratislava, Slowakei 2008 | International Amber Workshop, Gdank, Poland 2009 | International Symposium of Artistic Jewellery, Kremnica, Slowakei 2009.
Lehrtätigkeit: Artesis Hogeschool Antwerpen, Royal Academy of Fine Arts, Belgien. Workshop 2009














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